Welche Kanarische Insel ist am wenigsten touristisch?
Unter den Kanarischen Inseln gilt La Gomera oft als jene mit dem geringsten touristischen Einfluss. Im Vergleich zu ihren größeren und bekannteren Nachbarn – Teneriffa, Gran Canaria oder Lanzarote – präsentiert sich La Gomera deutlich ruhiger und ursprünglicher. Die Insel bewahrt sich einen authentischen Charme, der Reisende anzieht, die Ruhe, Natur und Abgeschiedenheit suchen.
Die stille Schönheit La Gomeras
La Gomera fasziniert durch ihre vielfältige Natur: üppige Lorbeerwälder, schroffe Klippen, abgelegene Buchten und pittoreske Bergdörfer prägen das Bild. Wegen ihrer relativ geringen touristischen Erschließung wirkt die Insel noch wie eine Perle im Atlantik, fernab von großen Hotelkomplexen und Massentouristen. Wer hierher kommt, begegnet oft mehr Einheimischen als anderen Urlaubern – und das macht den Reiz aus.
Ein Herzstück ist der Garajonay-Nationalpark, der große Teile der Insel bedeckt. Der feuchte Lorbeerwald, Nebelschwaden, mystische Lichtstimmungen – all das verleihen La Gomera eine fast märchenhafte Atmosphäre. Wer wandert, entdeckt stille Pfade, Aussichtspunkte mit weitem Blick über das Meer und Täler, in denen nur das Flüstern des Windes zu hören ist.
Kultur & Tradition: Mehr als nur Natur
Neben Landschaft und Stille bietet La Gomera auch kulturelle Besonderheiten, die einen tieferen Einblick ermöglichen. Besonders hervorzuheben ist die Silbo Gomero, eine alte Pfeifsprache, mit der sich Menschen über kilometerweite Schluchten hinweg verständigten. Sie ist heute ein lebendiges Symbol für die Verbindung von Mensch und Landschaft – und wird weiterhin gelehrt und gepflegt.
In den Dörfern wie Agulo, Hermigua oder Valle Gran Rey lassen sich regionale Traditionen, kanarische Kulinarik und herzliche Gastfreundschaft erleben. Kleine Pensionen, Fincas und familiengeführte Unterkünfte bestimmen das Bild – fern von Bettenburgen und Massentourismus.
Vergleich: La Palma & El Hierro
Doch La Gomera ist nicht allein. Auch La Palma und El Hierro gehören zu den Inseln mit geringer touristischer Überlagerung.
-
La Palma – die „schöne Insel“ – besticht mit tief eingeschnittenen Schluchten, dichten Wäldern, Vulkanlandschaften und sternenklarem Himmel. Sie zieht Wanderer, Astronomie-Fans und ruhesuchende Besucher an. Trotzdem erreicht der Tourismus hier nicht das Ausmaß mancher Nachbarinseln.
-
El Hierro – die kleinste und westlichste Kanarische Insel – ist vielleicht das Paradebeispiel für ein „unentdecktes“ Ziel. Mit wilder Küste, Vulkanplateaus und einer beeindruckenden Unterwasserwelt ist El Hierro ein Ziel für Individualisten, Taucher, Naturfreunde und alle, die abseits der Pfade reisen möchten.
Für wen ist welche Insel sinnvoll?
| Insel | Vorteile bei wenig Tourismus | Mögliche Einschränkungen / Dinge zum Planen |
|---|---|---|
| La Gomera | Beste Kombination aus Natur, Kultur & guter Infrastruktur | Geringere Auswahl an Flügen, begrenztes Angebot in einigen Regionen |
| La Palma | Extrem vielfältige Landschaften, ideal für Wandern & Sternenbeobachtung | Manche Gegenden sind abgelegener, Infrastruktur begrenzt in Randdörfern |
| El Hierro | Ein echter Geheimtipp mit Ruhe, authentischem Alltag & Naturerlebnissen | Weniger Unterkünfte, oft längere Anreise, begrenzte öffentliche Verkehrsmittel |
Fazit
Wenn die Frage lautet: „Welche der Kanarischen Inseln ist am wenigsten touristisch?“, dann lautet die Antwort:
La Gomera ist für viele die erste Wahl, wenn man Ruhe, Natur und Authentizität sucht.
Doch La Palma und El Hierro sind starke Alternativen für jene, die es noch ein Stück abgeschiedener mögen.
Was zählt, ist die eigene Priorität:
-
Möchten Sie dennoch ein gewisses Maß an Infrastruktur und Komfort? → dann La Gomera.
-
Möchten Sie das Maximum an Einsamkeit? → dann El Hierro.
-
Suchen Sie Vielfalt und Natur bei etwas mehr Komfort? → La Palma.